Universität Konstanz | Lehrstuhl für Ultrakurzzeitphysik und Photonik | Neuigkeiten | 01.04.2012

Alexej Pashkin wirbt DFG-Projekt zur ultraschnellen Spektroskopie unter hohem hydrostatischem Druck ein

Alexej Pashkin wird ein neues Forschungsprojekt mit dem Titel „Zeitaufgelöste optische Spektroskopie unter hohem Druck“ leiten. Die Sachbeihilfe wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Verfügung gestellt. Die Grundlage des Forschungsprogramms bildet eine Kombination aus optischer Spektroskopie mit ultraschneller Zeitauflösung und Hochdruck-Technologie. Diese Methode wird für die Untersuchung von ultraschnellen Phasenübergängen in Materialien mit starken elektronischen Korrelationen ausgenutzt.

Bisher wurden die meisten zeitaufgelöste Experimente bei Umgebungsdruck durchgeführt. Temperatur war typischerweise der einzige Parameter, mit dem ein System über den Phasenübergang abgestimmt wurde. Die Anwendung hoher externer Drücke bietet einen zusätzlichen Freiheitsgrad zur Kontrolle der elektronischen Lokalisation in Festkörpern. Im Laufe des Projektes wird eine Methodologie der Femtosekunden-Spektroskopie unter extremem hydrostatischem Druck entwickelt. Insbesondere feldaufgelöste Terahertz-Messungen unter hohem Druck werden zum ersten Mal durchgeführt. Die Studien zielen auf ein mikroskopisches Verständnis der Kopplungsmechanismen, die attraktiven Funktionalitäten stark korrelierter Materialien wie zum Beispiel der Hochtemperatur-Supraleitung, Isolator-Metall-Übergängen oder dem kolossalen Magnetowiderstand zu Grunde liegen.